
Eine bestehende Bildungseinrichtung plante einen zusätzlichen Standort, um ihr Betreuungsangebot zu erweitern. Geeignete Immobilien waren bereits recherchiert und auf den ersten Blick schienen mehrere Objekte infrage zu kommen. Doch je genauer die Anforderungen betrachtet wurden, desto deutlicher zeigte sich die Komplexität der Entscheidung. Neben der pädagogischen Eignung mussten baurechtliche Vorgaben, Brandschutz, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und der bauliche Zustand gleichermaßen berücksichtigt werden. Was zunächst wie eine einfache Standortwahl wirkte, entwickelte sich zu einer vielschichtigen Abwägung. Es fehlte eine objektive Entscheidungsgrundlage, um ungeeignete Immobilien frühzeitig auszuscheiden und die aussichtsreichsten Standorte gezielt weiterzuverfolgen.
BeBaCo® entwickelte einen mehrstufigen Auswahlprozess, um aus mehreren in Frage kommenden Immobilien jene Standorte zu identifizieren, die gute Voraussetzungen für einen langfristigen Betrieb boten. Den Auftakt bildete eine Vorsondierung anhand von Exposés, Grundrissen, Fotodokumentationen und technischen Unterlagen. Bereits in dieser ersten Bewertungsstufe konnten ungeeignete Objekte ausgeschlossen und die verbleibenden Standorte in einer Rangliste priorisiert werden.
Die bestgereihten Immobilien wurden anschließend einer vertieften Objektbewertung unterzogen. Nach der Anforderung zusätzlicher Unterlagen folgten Vor-Ort-Begehungen sowie die detaillierte Analyse aller relevanten Rahmenbedingungen. Für jedes Objekt entstand ein ausführlicher Bewertungsbericht mit Fotodokumentation, einer nachvollziehbaren Herleitung der einzelnen Bewertungskriterien sowie einer Gegenüberstellung von Chancen, Risiken, Vorteilen und Nachteilen. Die Ergebnisse wurden allen Entscheidungsträgern in einheitlicher Form zur Verfügung gestellt und bildeten die gemeinsame Grundlage für die weitere Standortentscheidung.
Der entwickelte Auswahlprozess schuf eine einheitliche Entscheidungsgrundlage für alle Beteiligten. Chancen, Risiken und Entwicklungspotenziale der einzelnen Standorte waren transparent dokumentiert und nachvollziehbar bewertet. Dadurch konnten weitere Planungs- und Investitionsentscheidungen auf einer gemeinsamen Faktenbasis getroffen werden - unabhängig davon, ob ein Standort weiterverfolgt oder bewusst ausgeschlossen wurde.