
Der Auftraggeber wollte sein Unternehmen möglichst rasch gründen und folgte dabei einer Empfehlung aus dem persönlichen Umfeld. Die gewählte Gewerbestrategie schienden geplanten Unternehmensstart zu erleichtern und wurde zunächst ohneerkennbare Bedenken umgesetzt.
Erst im weiteren Verlauf zeigte sich, dass diese Lösung nicht exakt zur tatsächlich geplanten Geschäftstätigkeit passte. Mit jedem neuen Verfahrensschritt entstanden weitere Rückfragen, zusätzliche Nachweise wurden angefordert und verschiedene Behördenmussten eingebunden werden. Was zunächst wie mehrere voneinander unabhängige Probleme aussah, hatte in Wirklichkeit eine gemeinsame Ursache. Die gewählte Gründungsstrategie passte nicht zum tatsächlichen Vorhaben.
Der eigentliche Konflikt bestand deshalb nicht in fehlenden Dokumenten oder kompliziertenBehördenverfahren. Die Unternehmensgründung war auf einem Weg gestartet, dersich für dieses Vorhaben als ungeeignet erwies. Bevor einzelne Probleme gelöst werden konnten, musste zunächst die Richtung korrigiert werden.
Die Beratungsleistung begann deshalb nicht mit weiteren Formularen, sondern miteinem Perspektivenwechsel. Gemeinsam wurde die bisherige Vorgehensweisehinterfragt und die regulatorische Ausgangsstrategie vollständig neu aufgebaut.Das ursprünglich gewählte Gewerbe wurde aufgegeben, die gewerberechtlichen Voraussetzungen neu geschaffen und die erforderlichen Nachweise systematischaufbereitet. Parallel dazu wurden die Abstimmungen mit den beteiligten Behördenübernommen und die Unterlagen Schritt für Schritt ergänzt.
Am Ende stand die Erteilung der Gewerbeberechtigung. Vor allem aber hatte die Unternehmensgründung wieder eine klare Richtung. Der Auftraggeber konnte seineAufmerksamkeit wieder auf das richten, worum es von Anfang an gegangen war: den Aufbau seines Unternehmens.